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Serie · MMXXV

SONNENFLECKEN — KLEINE PORTRÄTS

Beatriz Halmstad

Dreißig Miniaturen, jede den Flächen einer Sonne gewidmet, die sich nicht ruhig hält.

Plates 01 – 06 von 30

Halmstad nähert sich der Sonne nicht in ihrer Gänze, sondern in einzelnen Flecken — jenen dunkleren Stellen, die für sie weniger Anomalien sind als Charakterzüge. Dreißig kleine Tafeln, jede kaum größer als eine Hand, zeigen je einen Fleck mit seinem Umfeld: Wirbel, Helligkeitsgradienten, ein Ausschnitt der körnigen Oberfläche, die in den Bildern an warmes Brot erinnert.

Die Miniaturen sind als Porträts gehängt. Sie tragen Nummern statt Namen, aber jede Tafel verhält sich, als kenne man die Person, die sie zeigt. Ein Fleck duckt sich, ein anderer öffnet sich beinahe; einer trägt am Rand eine Helligkeit, die ihn fast lächeln lässt. Halmstad widersteht der Versuchung, ihre Modelle zu psychologisieren — aber sie räumt ein, dass das Auge die Charakterisierung unwillkürlich besorgt.

Bildnotiz

Gouache und Aquarell werden auf einem leicht angerauten Papier nass-in-nass aufgetragen. Halmstad lässt die Pigmente sich selbst überlassen — sie steuert nur den Ausschnitt, nicht den genauen Verlauf. Was sich am Papier ergibt, wird abfotografiert, digital eingefärbt, leicht verstärkt. Der Eingriff bleibt diskret: Die Spur des Wassers ist in den fertigen Tafeln noch ablesbar.

Die Reihe ist als Wandkonstellation gedacht. Hängt man die dreißig Miniaturen nebeneinander, ergibt sich keine Sonne, sondern eine Versammlung — dreißig Wesen, die einander ähneln und einander nicht ähneln, jedes mit einem eigenen Maß an Unruhe.

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