Series MMXXVI Plate i/xxiv
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Serie · MMXXV–MMXXVI

NEBEL-STUDIEN

Elif Brandauer

Sechzehn Tafeln über das Sehen weicher Ränder — Deep-Sky als Übung in Geduld.

Plates 01 – 06 von 16

Brandauer interessiert sich für jene Bildgegenstände, die keinen scharfen Rand besitzen — und für die Geduld, die nötig ist, um sie nicht doch heimlich einzuzeichnen. Ihre sechzehn Tafeln sind Studien an entfernten Nebelformationen, frei erfunden, ohne Bezug zu bestimmten Katalogeinträgen. Was sie zeigen, ist nicht ein Objekt, sondern eine Frage: Wie weit darf eine Form weich sein, bevor sie aufhört, eine Form zu sein?

Die Tafeln variieren in Format und Dichte. Einige sind beinahe leer — ein Hauch von Pigment in einem dunklen Grund. Andere sind so dicht gepackt, dass die Form an Wolken erinnert, die in einer Tasse Tee aufsteigen. Brandauer arbeitet ohne Vorzeichnung; sie beginnt mit einem Atemzug und entscheidet beim zweiten, wohin die Hand sich bewegt.

Bildnotiz

Die Grundlage ist Pastell auf grundiertem Karton. Brandauer trägt das Pigment trocken auf, verreibt es mit dem Finger, fügt mit der Airbrush einen feinen Schleier hinzu. Im letzten Schritt entscheidet sie, welche Tafeln digital weitergeführt werden — meist nur jene, in denen die Pastellschicht selbst nicht zur Ruhe kommt.

Die sechzehn Tafeln sind nicht durchnummeriert. Die Künstlerin bittet darum, sie als einzelne Studien zu betrachten, nicht als Serie im strengen Sinn. Wer eine Reihenfolge sucht, findet keine. Wer eine Stimmung sucht, findet sechzehn — und merkt, dass die weichen Ränder die Augen länger beschäftigen, als die scharfen es täten.

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