APOLLO — WAS ZURÜCKBLIEB
Ingmar Theune
Eine stille Hommage an die Geräte, die auf dem Mond stehengelassen wurden, und an den Staub, der sich nicht mehr bewegt.
Plates 01 – 06 von 09
- Plate 01 MMXXIII–MMXXV
- Plate 02 MMXXIII–MMXXV
- Plate 03 MMXXIII–MMXXV
- Plate 04 MMXXIII–MMXXV
- Plate 05 MMXXIII–MMXXV
- Plate 06 MMXXIII–MMXXV
Theune interessiert sich nicht für den Aufstieg, sondern für das, was unten blieb. Seine neun Tafeln umkreisen die Landefähre als ein Objekt, das, einmal abgesetzt, nie wieder bewegt wurde — und um sie herum eine Choreographie aus Werkzeugen, Schlauchresten, Reflektoren, einer umgekippten Kamera. Die Bilder sind eng zugeschnitten; das Auge findet keinen Horizont, nur Boden, Geräteflanken, einen Schatten, der härter ist, als er sein dürfte.
Die berühmten Abdrücke der Stiefel sind in zwei Tafeln aufgenommen, aber nie zentral. Sie liegen am Rand, halb durch die Linie eines Standbeins angeschnitten, als wären sie versehentlich ins Bild geraten. Theune sagt, der Abdruck sei in der Bildgeschichte längst übernutzt; er habe ihn nur deshalb zugelassen, weil ein Bild ohne ihn unehrlich gewesen wäre.
Bildnotiz
Die Serie entstand in drei Wintern in einem Atelier ohne Tageslicht. Theune arbeitet mit Tusche auf grundiertem Papier; die Vorlage wird gescannt, in mehreren Lagen siebgedruckt, dann digital nachbearbeitet. Das Ergebnis trägt eine fast monochrome Strenge — Grautöne, ein gelegentliches Aufblitzen von Gelb dort, wo die Folie der Landestufe sich gefaltet hat.
Was in den Tafeln nicht vorkommt: Menschen, Sterne, Erde. Das Auge bleibt am Boden. Wer länger schaut, merkt, dass der Staub auf den Geräten anders liegt als der Staub daneben — feiner, gleichmäßiger, als hätte ihn jemand aufgetragen.
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